person of interest – Roland Heiglauer

Mit dem Mann, mit dem die Story von fh-Inside begann, mit dem endet sie nun auch!

Herr Roland Heiglauer war so etwas wie der „Vater“ unseres Blogs. Wir durften ihn im zweiten Semester in der Vorlesung E-Marketing 1 als Professor begrüßen. Er gab uns nicht nur Tipps zur Umsetzung unseres Projekts, nein bei ihm lernten wir auch die Grundlagen des Business.

Ich möchte darauf hinweisen, dass dieses Interview eigentlich schon ca. 1,5 Jahre alt ist. Leider haben wir es bis dato nicht geschafft es zu veröffentlichen. Bitte entschuldigen Sie Hr. Heiglauer…

Um so „witziger“ ist es, dass ich Herrn Heiglauer am Mittwoch den 01.07.2020 als Prüfer bei der Bachelor-Abschlussprüfung hatte ;-). BTW: Das gesamte Team der FH-Inside (Sandra, Tarik und Ich) haben bestanden!

Hr. Heiglauer: Vielen Dank für die spannende und lehrreiche Vorlesung im 2. Semester welche ich, nicht zuletzt durch Ihre besonders menschliche Art, nach wie vor zu einer meiner Lieblingsvorlesungen zähle. Ich wünsche Ihnen privat wie beruflich alles Gute, viel Gesundheit und weiterhin Motivation die Vorlesungen EMARE 1 und 2 an der FH-OOE abzuhalten. Dies wäre ein enormer Gewinn für die FH.

Und nun das Interview, viel Spaß beim Lesen.

eure fh-insider

Hallo Herr Heiglauer, vielen Dank dass Sie Sich Zeit für für uns als Interviewpartner nehmen.

  • Wann und was haben Sie in Steyr studiert?
    • 2007-2010, eBusiness (Bachelor)
    • 2010-2012, International Marketing Management (Master)
  • Warum?
    • eBusiness war so ziemlich der erste Studiengang, der sich dem Thema digitales Marketing annahm. Da ich für meinen Job als Online Marketer, den ich damals schon ausübte, eine solide theoretische und praktische Grundlage haben wollte, entschied ich mich für dieses Studium
  • Haben Sie berufsbegleitend oder Vollzeit studiert?
    • Berufsbegleitend
  • Was war das “Nützlichste”, das Sie an der FH-Steyr erlernt haben?
    • Man kann das grundsätzlich nicht so sehr verallgemeinern. Mir gefiel das sehr breit aufgestellte Curriculum. Neben den eBusiness relevanten Fächern kamen mit Wirtschaftsrecht, Finance und Controlling, Geschäftsprozessmanagement usw. auch Lehrinhalte hinzu, die einen breiten Wissensaufbau ermöglichten.
  • Was dagegen haben Sie bisher eher weniger gebraucht? 
    • Mathematik 😉
  • Konnten Sie die Kontakte, die während des Studiums entstanden sind, auch beruflich nutzen?
    • Gerade berufsbegleitend ergeben sich sehr viele Kontakte zu anderen Unternehmen. Bspw. wurde im Rahmen von UP’s bei namhaften Unternehmen Projekte umgesetzt. Zu einigen Unternehmen bzw. den dort beschäftigten Mitarbeitern (ehem. Studienkollegen) besteht nach wie vor Kontakt
  • Haben Sie noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Kommilitonen?
    • Über das Coming Home Programm der FH bzw. das Alumni Netzwerk besteht noch Kontakt zu Professoren bzw. ehemaligen Studienkollegen.
  • An welche Professoren können Sie sich noch oder gerne erinnern? Wer hat Sie geprägt? 
    • Rückblickend auf meine beiden Studiengänge erinnere ich mich besonders gerne an Irene Kapl, meine Englisch Professorin im Bachelor Kurs, an Gerald Petz bzw. Wolfram Wöss.
  • Was hat Sie am allermeisten geärgert an der FH? 
    • Anfangs erschien mir die fehlende freie Zeiteinteilung als eher unflexibel und für mich nicht praktibel. Später stellte sich aber heraus, dass einem ein Großteil der Organisation abgenommen wird, und man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Weiters ist damit gewährleistet, dass man innerhalb des vorgesehenen zeitlichen Rahmens mit dem Studium fertig wird.
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Wie finden Sie Ausgleich von Job und FH?
    • In meiner Freizeit reise ich sehr gerne und verbringe Zeit mit meiner Familie. Ich bin gerne in den Bergen, mit meinem Gleitschirm in der Luft bzw. versuche ich mich seit einiger Zeit mit Kite und Brett auf dem Wasser bzw. auf dem Schnee.
  • Welche drei Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach besonders wichtig um erfolgreich zu sein? 
    • Authentizität
    • Empathie
    • Entschlossenheit (Verantwortung übernehmen)
  • Welche Botschaft möchten Sie an die Studierenden oder Interessierten weitergeben? 
    • Ein Studium zu beginnen, ist neben dem Wissenserwerb zusätzlich eine persönlichkeitsbildende Maßnahme. Sie reifen als Person, Sie erweitern ihr Netzwerk und Sie eröffnen sich die Möglichkeit, in diesem hoch digitalisierten Umfeld, anspruchsvolle Jobs zu übernehmen. Gerade am Managementcampus Steyr, an dem Sie eine solide wirtschaftliche Basisausbildung erhalten, sollte Ihnen auch die Tür in die Führungsetage der Unternehmen weit aufgestoßen werden.
  • Welche Botschaft haben Sie speziell für berufsbegleitend Studierende? 
    • Gratulation zu diesem mutigen Schritt! Halten Sie durch – Ihr Curriculum Vitae wird es Ihnen danken

Zum Abschluss bitte ich Sie die folgenden Sätze zu vollenden.

  • Die FH war für mich…
    • Eine tolle, lehrreiche, anstrengende, aber auch lustige Zeit mit vielen tollen Bekanntschaften! 
  • Am Campus Steyr mag ich besonders… 
    • Die überschaubare Größe, den Mix aus Moderne und Tradition, die Lage direkt am Delta von Enns und Steyr, sowie die Nähe zum historischen Stadtkern von Steyr.
  • E-Marketing ist für mich…
    • Gegenwart und Zukunft, Targeting statt Gießkanne, Performance statt Reichweite
  • Studenten mag ich weil… 
    • Sie diesen Studiengang gewählt haben, Interesse am Thema mitbringen und somit eine interessante Bearbeitung der Lehrinhalte möglich ist. Ich schätze den bilateralen Austausch, wie auch jenen im Plenum. 
  • Meine Zukunft an der FH wird…
    • Weiterhin auf Digital Marketing und somit sehr zukunftsorientiert ausgerichtet sein.

Vielen Dank für das nette Interview. Das fh-Inside-Team

person of interest – Gerald Petz


Home » interview

Wir setzen unsere Interviewreihe fort und konnten vor kurzem einen Mann befragen, der weit hinaus über seine Funktion als Studiengangsleiter für den Studiengang Marketing und Electronic Business an der FH OÖ Campus Steyr bekannt ist. Was FH-Prof. Mag. Dr. Gerald Petz an der FH fasziniert, was er so in seiner Freizeit macht und was er uns Studenten mit auf den Weg geben möchte kannst du hier im ausführlichen Interview nachlesen, viel Spaß dabei wünschen

eure fh-Insider

  1. Wann, was und wo haben Sie studiert?
    Wirtschaftsinformatik an der JKU Linz

2. Und warum?
Ich wollte immer eine Mischung aus Wirtschaft und Technik. Diese Mischung habe ich auch in der Privatwirtschaft sehr gut verwenden und einsetzen können. Uni deswegen, weil es damals die FH noch nicht gab.

3. Was machen Sie beruflich? Welche Funktion/en bekleiden Sie?
Studiengangsleiter von „Marketing und Electronic Business“ und stellvertretender Leiter von „Digital Business Management“. In aller Kürze: Lehre, Forschung und Management des Studiengangs.

4. Wie ist Ihre Verbindung zur FH Steyr?
Die Verbindung hat bereits während meines Arbeitslebens in der Privatwirtschaft begonnen. Ich habe zwei Lehrveranstaltungen gehalten und damit war der Grundstein gelegt.

5. Haben Sie berufsbegleitend oder Vollzeit studiert?
Ein Mittelding, denn ich habe viel neben dem Studium gearbeitet. Beim Doktoratsstudium war ich fulltime berufstätig.

6. Was war das “Nützlichste”, dass Sie im Studium erlernt haben?
Dazu muss ich zwei Themenfelder unterscheiden: einerseits inhaltliche Themen und andererseits Themen in Bezug auf die Arbeitsweise. Zuerst zu den Inhalten: Ich konnte so ziemlich alles, was ich im Laufe des Studiums gehört und gelernt habe, früher oder später verwenden. Auch wenn ich mir beim Lernen ab und wann gedacht habe, dass ich das sicher nie mehr brauchen würde, irgendwann später im Berufsleben war ich dann froh, dass ich davon schon etwas gehört habe … 😉 Zur Arbeitsweise: ich habe auch gelernt, mich zu organisieren, Durchhaltevermögen und systematisch und methodisch an Problemstellungen heranzugehen.

7. Was dagegen haben Sie bisher eher weniger gebraucht?
Siehe oben; früher oder später habe ich alles gebraucht. Auch wenn ich ein Thema weniger benötigt habe, dann hilft es vielleicht, „über den Tellerrand“ zu schauen.

8. Konnten Sie die Kontakte, die während des Studiums entstanden sind, auch beruflich nutzen?
Ja, mit einigen Studienkollegen haben sich später auch berufliche Kontakte und Zusammenarbeit ergeben.

9. Haben Sie noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Kommilitonen?
Viele Kontakte sind verloren gegangen, aber mit einigen habe ich heute noch Kontakt – sowohl freundschaftlich als auch beruflich.

10. An welche Professoren können Sie sich noch oder gerne erinnern? Wer hat Sie geprägt?
Ich habe mir von vielen Professoren etwas mitgenommen; faszinierend waren für mich beispielsweise Professoren, die es schafften, trotz vieler Studenten im Hörsaal ein Thema „rüberzubringen“.

11. Was hat Sie bisher am allermeisten geärgert an der FH?
Eigentlich gibt es nicht viel, worüber ich mich geärgert habe. Was ich aber grundsätzlich nicht mag, sind Ungerechtigkeiten und unfaire Verhaltensweisen.

12. Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Wie finden Sie Ihren Ausgleich zum beruflichen Alltag?
Ausgleich habe ich durch meine Familie und durch Sport (Laufen, Mountainbike, Volleyball)

13. Welche drei Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach besonders wichtig um erfolgreich zu sein?
Wie heißt es so schön … definieren Sie Erfolg! Trotz aller verschiedenen Ansichten, was Erfolg ist, würde ich sagen: Freude an dem, was ich mache; Durchhaltevermögen; Zufriedenheit mit dem Erreichten.

14. Welche Botschaft möchten Sie an die Studierenden oder Interessierten weitergeben?
1) Auch wenn eine Lehrveranstaltung einmal nicht das Lieblingsthema ist, oder wenn es einmal nicht nach Wunsch läuft, dann trotzdem durchhalten. 2) Sich auf Themen einlassen; manchmal muss man sich ein Thema erarbeiten, um wirklich ein tiefes Verständnis aufzubauen und auch um Expertise in einem Bereich zu entwickeln. 3) Freude daran haben, etwas Neues kennenzulernen und neugierig sein auf neue und unbekannte Themen. 4) Methodisch und systematisch vorgehen 5) Respektvoll miteinander umgehen


15. Welche Botschaft haben Sie speziell für berufsbegleitend Studierende?
Es ist wichtig, sich gut zu organisieren um Familie, Beruf und Studium „unter einen Hut zu bringen“. Der Einsatz lohnt sich aber!

Die FH ist für mich … wieviel darf ich schreiben? 😉
Am Campus Steyr mag ich besonders… die Menschen, das Umfeld
E-Business ist für mich… mein Kernthema, das mich schon lange beschäftigt
Studenten mag ich weil… ich gerne mit jungen Menschen arbeite und mein Wissen weitergebe.
Meine Zukunft an der FH wird… sicher noch sehr spannend und interessant (gerade im Themenumfeld von Marketing und Digital Business!)

person of interest – Florian Gschwandtner

Die Zahlen sprechen für sich. Mehr als 245 Millionen Downloads und über 130 Millionen registrierte User auf Runtastic.com. Keine Frage, dieses Startup weist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen auf und gehört seit Mitte 2015 zur Adidas Gruppe.

Florian Gschwandtner ist nicht nur erfolgreicher Gründer und ehemaliger CEO & CPO von runtastic,  sondern zudem auch sehr authentisch und sympathisch.

Und was hast du mit Florian gemeinsam? Eines auf jeden Fall, denn er ist Absolvent der FH OÖ Campus Steyr. Was dich sonst noch so mit ihm verbindet und ob du deine Einstellungen mit ihm teilst kannst du gleich hier unten im Interview nachlesen.

 

Viel Vergnügen, deine fh-Insider

 

Wann und was hast du an der FH OÖ in Steyr studiert?

Masterstudiengang Supply Chain Management (SCM) 2007 – 2009

Hast du berufsbegleitend oder Vollzeit studiert?
Berufsbegleitend

Was war das “Nützlichste”, dass du am Campus der FH OÖ in Steyr erlernt hast?
Präsentieren. Wir haben damals mit der KEU Methode – Kreativität – Entscheidung – Umsetzung, Projekte simuliert und mussten immer wieder vor einem fiktiven Vorstand präsentieren. Hier habe ich sehr gut gelernt auf was es draufan kommt bei einer Präsentation.

Was dagegen hast du bisher eher weniger gebraucht?
Die Logistik selbst, weil ich in diesem Bereich wenig Berührungspunkte habe.

Konntest du die Kontakte, die während des Studiums entstanden sind auch beruflich nutzen?
Ja und Nein. Ich würde eher meinen, dass einer meiner Kollegen mein Gründerkollege wurde (Alfred) und mit anderen Kollegen hatte ich damals auch noch eine Firma Co-gegründet. Somit war das auf alle Fälle eine sehr spannende und gute Zeit.

Hast du noch Kontakt zu deinen ehemaligen Kommilitonen?
Leider zu wenig, aber ich hoffe das wird sich in den nächsten Monaten wieder ändern, da sollte ich nämlich mehr Zeit haben ☺

An welche Professoren kannst du dich noch oder gerne erinnern?
An Herrn Dr. Wallner – ich hatte ihn vor einiger Zeit mal im Zug getroffen und es war sehr spannend wiedermal zu quatschen.

Was hat dich geärgert an der FH OÖ in Steyr?
Die Parkplatzsuche – ansonsten war aber alles gut.

Zwei Dinge aus Interviews bzw. Videos von dir  sind bei uns hängen blieben:
A baby shark is still a fuckung shark, und die Frage nach den 70% von 4.000.

zu a)
Kannst du diese Aussage für unsere User nochmals erläutern? Gab es bei der Gründung von runtastic viel Gegenwind?

Ja, definitiv. Es war ein bisschen typisches Österreich. Du kommst mit einer Lösung/Idee an den Tisch und jeder weiß warum es nicht funktioniert. Hier haben wir noch Einiges zu tun um die Grundeinstellung in diesem Land zu ändern – wir arbeiten daran.

zu b)
Diese Aussage von dir liest man ja öfters im Zusammenhang mit Einstellungsgesprächen/ neuen Mitarbeitern. Wie geht es euch aktuell mit neuen Mitarbeitern? Findet ihr welche? (Wir drei wären im Sommer 2020 mit dem Bachelor soweit fertig 😉 ach ja 2800)

Finden nur schwierig – man muss schon gezielt suchen und Vieles bieten. Aktuell ist es echt schwierig in unserem Bereich gute, motivierte Mitarbeiter zu finden und leider sehe ich für die Zukunft keine Besserung in Sicht. Das wird noch ein großes Problem für Österreich und Europa werden. 2800 ist richtig 😉

Welche drei Eigenschaften sind deiner Meinung nach besonders wichtig um erfolgreich zu sein?

Ehrgeiz, Ehrgeiz, Ehrgeiz

Welche Botschaft möchtest du an die Studierenden oder Interessierten weitergeben?
Das Studium macht auf alle Fälle Sinn, wenn auch nicht alle Fächer für euch mal relevant sein werden. Dennoch gehört dies zum Prozess und man muss im Leben auch lernen, dass Dinge halt mal keinen Spaß machen.

Welche Botschaft hast du speziell für berufsbegleitend Studierende?
Versucht die Learnings des Studiums sofort in eurem Job anzuwenden.

Ende des Jahres war deine Zeit bei runtastic  vorbei. Wie schwer fällt es dir das Unternehmen zu verlassen? Sehr schwer!

Welche Pläne für die Zukunft hast Du? Keine!

Die FH OÖ in Steyr war für mich…die Grundlage für meinen heutigen Erfolg!
Am FH OÖ Campus Steyr mag ich besonders…die Umgebung mit der Natur (Wasser, Wald).
Im Leben zählt...Gesundheit & Spaß zu haben.
Studenten mag ich weil…sie wissbegierig sind und oftmals super motiviert.
Gast-Lektor an der FH OÖ in Steyr werde ich…..sicherlich wiedermal sein und war ich ja schon des Öfteren ☺

person of interest – Harald Kindermann

Auf der Suche nach einer weiteren person of interest für unsere Interviewreihe stach uns dieser Mann ins Auge:

FH-Prof. Ing. Mag. Dr. Harald Kindermann

Er bereicherte uns dieses Semester als Lehrveranstaltungsleiter mit sämtlichen Themen unter dem Deckmantel Konsumentenverhalten. Nach erfolgreichem Abschluss der LVA überlegten wir uns, wie wir mit interessanten Fragen sein Verhalten ausforschen können 😉

Aber lies am besten gleich selbst…..

viel Vergnügen, deine fh-Insider

 

Können sie uns bitte ihre beruflichen Stationen etwas genauer erläutern? Was haben sie alles gemacht und warum?

Mein Werdegang in Kurzform:

1970-1974:    Volksschule
1974-1978:    Hauptschule
1978-1982:    Lehre zum Betriebselektriker, Voest Alpine AG. Nach der Lehrabschlussprüfung → Stipendium der Voest, um die HTL besuchen zu können

1982-1988:    HTL Elektrotechnik, Linz Paul-Hahnstraße; nach der Matura → Wechsel zur Siemens (aber verständlicherweise bedingte das eine Rückzahlung des Voest-Stipendiums)

1988-1995:    Medizintechniker mit Schwerpunkt Neurologie und Kardiologie, Siemens AG

1993-1998:   Berufsbegleitendes BWL-Studium an der JKU (Schwerpunkte: Marketing und Finanzwirtschaft)

1998-1999:   Assistent des Marketingleiters, Wimmer Medien GmbH und Co KG (OÖNachrichten)

1999-2002:   Geschäftsführer, GISDAT GmbH – Firma wurde verkauft → Wechsel zu einem der ehemaligen Eigentümer (Linz AG)

2002-2005:  Vertriebsleiter Erdgas (B2B), Linz AG
2002-2006:  Berufsbegleitendes Dissertationsstudium an der JKU

Seit 2002: Selbständiger Unternehmensberater, Kindermann KG (Schwerpunkt: Werbeanalysen, Markt und Meinungsforschung)

Seit 2005: Prof. an der FH OÖ, Campus Steyr, Studiengang “Marketing und Electronic Business”

Was war das “Nützlichste”, dass Sie in ihrer Lehrzeit gelernt haben?
Die Fähigkeit, die Elektroinstallationen im eigenen Haus selber machen zu können und den Umgang mit Werkzeug. Mit anderen Worten: Ich bin ein perfekter Heimwerker mit einer Neigung zum Prinzip: die letzten 10% bis zur Perfektion sind so viel Aufwand, dass man darauf verzichten kann.

Was dagegen haben Sie bisher eher weniger gebraucht?
In der Lehrzeit bei der Voest gab es praktisch nichts, was ich (nachträglich) als sinnlos oder wenig nützlich erachten würde.

Was war das “spannendste” das sie an der Universität gelernt haben?Marktforschung, öffentliches Recht und Statistik.

Konnten Sie die Kontakte, die während des Studiums entstanden sind, auch beruflich nutzen?
Ja, absolut. Die damaligen StudienkollegInnen sind jetzt meist in guten Positionen und man trifft sich immer wieder bei Projekten oder auch bei Events. OÖ ist wahrlich ein Dorf…

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Kommilitonen? Ja, immer wieder.

An welche Professoren können Sie sich noch oder gerne erinnern? Wer hat Sie geprägt? Warum?
Prof. Thomas Werani: Er hat mein Interesse an Marktforschung geweckt und meine Dissertation betreut. Er war und ist inhaltlich fordernd, aber das ist völlig OK.
Prof. Andreas Janko: Hätte nicht geglaubt, dass öffentliches Recht so interessant vermittelt werden kann.
Prof. Robert Hafner: Wegen ihm mag ich Statistik.

Was hat Sie am allermeisten geärgert an der Uni? 

Teilweise mühsamer Kontakt zwischen Profs und Studenten, Terminverlust aufgrund fehlender Prüfungsmöglichkeiten. Da haben es jetzt die Studenten an der FH deutlich einfacher…

Was macht die FH besser?
Eben der Kontakt zwischen Studenten und Profs. und die berufsorientierte Ausbildung.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Wie finden Sie Ihren Ausgleich beruflichen Alltag? Mountain-Biken und etwas Rennradfahren.

Welche drei Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach besonders wichtig um erfolgreich zu sein?
Eigeninitiativ zu sein und nicht darauf warten, dass etwas von selber passiert (auch beim Aneignen von Wissen).
Sich etwas zuzutrauen. Die Besten scheitern oft daran, weil sie zu vorsichtig sind.
Ein Netzwerk aufbauen und pflegen.

Welche Botschaft möchten Sie an die Studierenden oder Interessierten weitergeben?

Siehe vorheriger Punkt. All diese Dinge kann jeder selbst beeinflussen.
Und: Wenn ein Vortragender schlecht ist, dann gibt es sicher ein gutes Buch, um den Stoff autodidaktisch zu lernen. Es ist in erster Linie euer Job, euer Wissen zu erweitern.

Welche Botschaft haben Sie speziell für berufsbegleitend Studierende?
Wenn jemand diesen Schritt geht, dann sollte das Studium im Mittelpunkt stehen und nicht mehr die Firma. Ob die Priorisierung möglich und sinnvoll ist, muss jeder für sich entscheiden, aber sie ist notwendig.

 

Die FH…….hat mir meinen Traumjob ermöglicht, ohne dass ich vorher gewusst hätte, dass dies überhaupt mein Traumjob ist.

Am Campus Steyr mag ich besonders….. meine Arbeitskollegen. Wir sind ein Spitzenteam.

Marketing ist für mich….. ein Begriff, der am meisten und am hartnäckigsten falsch verwendet wird – auch von Marketing-Studenten. Marketing ist ein Konzept der Unternehmensführung und sollte nicht auf „Werbung“ reduziert werden. Aber diese Hoffnung habe ich bereits aufgegeben…

Studenten mag ich, wenn Sie sich in eine Lehrveranstaltung einbringen und nicht nur passiv anwesend sind bzw. mit dem Smartphone spielen. Dann macht es richtig Spaß, Stoff zu vermitteln.

Meine Zukunft an der FH wird hoffentlich so aussehen wie die Gegenwart. Es soll also alles so bleiben, wie es ist (hinsichtlich der Arbeitssituation und mit meinen Arbeitskollegen).

FH Celebrities am Start

Frisch und munter starten wir ins neue Jahr 2019 – auf Studentensprache: Endspurt zum Wintersemester – denn uns gingen einige Persönlichkeiten der FH Steyr ins Netz, deren Insiderwissen wir unbedingt mit dir teilen wollen.

 

Gleich zu Beginn unserer Interviewserie “ FH Celebrities“ fischten wir uns Melanie Schreiner BA MSc, unsere Lehrveranstaltungsleiterin an der FH Steyr für das Fach Electronic Marketing 2.

Wir fragten sie persönlich hinter den Kulissen, wie sie zur FH steht, was ihren Beruf ausmacht und wovon sie am meisten aus dem Studium profitierte.

Was sie außerdem an Studenten mag?…..das liest du am besten selbst nach, hier geht´s zum spannenden Interview.

Viel Spaß beim Lesen wünschen dir deine fh-Insider

 

 

person of interest – Melanie Schreiner

Gleich zu Beginn unserer Interviewserie „FH Celebrities“ fischten wir uns Melanie Schreiner BA MSc als person of interest.

Sie führte uns dieses Semester durch die Lehrveranstaltung Electronic Marketing 2 und nun fragten wir sie persönlich und hinter den Kulissen, wie sie zur FH steht, was ihren Beruf ausmacht und wovon sie am meisten aus ihrem Studium profitierte.

Was sie außerdem an Studenten mag? Das liest du am besten selbst nach, hier ist das komplette Interview.

Viel Spaß beim Lesen, deine fh-Insider

 

1. Wann und was haben Sie in Steyr studiert?
2007 – 2010    Electronic Business (Bachelor), berufsbegleitend
2011 – 2013      Digital Business Management (Master), berufsbegleitend


2. Warum?
Ich wollte mein eher technisches Know-How um Management Skills erweitern.


3. Haben Sie berufsbegleitend oder Vollzeit studiert?
Berufsbegleitend, neben Familie (3 Kinder) und Job


4. Was war das “Nützlichste”, dass Sie an der FH Steyr erlernt haben?
Neben vielen fachlichen Skills habe ich sehr viele wertvolle Erfahrungen mitgenommen. Im Studium habe ich gelernt, dass ständige Weiterentwicklung und „lebenslanges Lernen“ wichtig und möglich sind, aber auch Spaß machen können. Viele Fähigkeiten und Methoden brauche ich in meinem Arbeitsalltag, das ist etwas, was mir vor allem mit einem gewissen Abstand zum Studium immer mehr bewusst wird.


5. Was dagegen haben Sie bisher eher weniger gebraucht?
Grundsätzlich sind fachliche Fakten und Details sehr vergänglich. Das ist etwas, dass sich jeder selbst im eigenen Lerntempo über viele verschiedene Wege wie Fachbücher, Internet (Wiki, Blogs, YouTube Videos und mehr), Kollegen und Bekannte, etc. beibringen kann und auch sollte. Einige der konkreten Inhalte habe ich dabei wohl schon vergessen, daher kann ich sie nicht mehr benennen 😉 .


6. Konnten Sie die Kontakte, die während des Studiums entstanden sind, auch beruflich nutzen?
Alle Kontakte und Netzwerke sind sehr wertvoll. In meiner Studienzeit habe ich viele Menschen kennengelernt und Kontakte zu Kollegen, Lehrenden und Unternehmen geschlossen. In vielen Bereichen habe ich diese auch beruflich nutzen können. Mein Netzwerk werde ich sicher auch zukünftig nutzen können. Durch diese Kontakte bin ich zum Beispiel als Lehrende an die FH Oberösterreich gekommen.


7. Haben Sie noch Kontakt zu Ihren ehemaligen Kommilitonen?
Ich habe während meiner Studienzeit viele Menschen kennengelernt und „Freunde fürs Leben“ gefunden. Daher treffe ich mich auch noch regelmäßig mit einigen von ihnen. Manche sind sogar zu Arbeitskollegen geworden. Ich freue mich immer, wenn ich einen dieser wertvollen Menschen treffe und mich mit ihm austauschen kann.


8. An welche Professoren können Sie sich noch oder gerne erinnern? Wer hat Sie geprägt?
Eigentlich sind es mehrere Professoren an die ich mich gerne erinnere. Ich denke dabei in erster Linie an ihre prägenden Eigenschaften und Werte, die sie vermittelt haben. Prof. Andreas Auinger, der seine Inhalte und Beispiele mit viel Engagement und Ehrgeiz vermittelt hat. Prof. Gerald Petz, der auf jede Frage mit einer Gegenfrage antwortet und seine Inhalte sehr klar und logisch vermittelt hat. Prof. Kindermann, der sehr authentisch und locker in der Vorlesung auftrat und komplizierte Inhalte sehr bodenständig an uns Studierende rüberbrachte.


9. Was hat Sie am allermeisten geärgert an der FH?
Es gibt wenig, worüber ich mich geärgert habe. Einzig die Parkplatz-Situation ist etwas, worüber ich mich heute immer noch ärgere vor allem, weil langfristig keine gute Lösung in Sicht ist.


10. Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Wie finden Sie Ihren Ausgleich beruflichen Alltag?
Viel Zeit bleibt mir durch die berufliche Auslastung, die Familie und das Doktoratsstudium an der JKU nicht. Aber ich fahre gerne Ski, laufe und lese gerne.


11. Welche drei Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach besonders wichtig, um erfolgreich zu sein?
Interessiert und neugierig
Ehrgeizig und zielstrebig
Teamfähig und kollaborativ


12. Welche Botschaft möchten Sie an die Studierenden und Interessierten weitergeben?
Konzentriert euch auf den Augenblick und nehmt so viel mit, wie ihr „tragen“ könnt. Nutzt eure Studienzeit um so viel zu erfahren und auszuprobieren wie möglich. Ihr habt in diesem Rahmen Zeit zum Lernen und Experimentieren!


13. Welche Botschaft haben Sie speziell für berufsbegleitend Studierende?
Eure Investitionen zahlen sich bestimmt aus! Mit den Herausforderungen im Studium könnt‘ ihr wachsen und euch fachlich und persönlich weiterentwickeln.


14. Die FH war für mich…
rückblickend eine sehr wertvolle und prägende Zeit.


15. Am Campus Steyr mag ich besonders…
das bunte Miteinander und internationale Flair.


16. Digital Marketing ist für mich…
eine Lebenseinstellung.


17. Studenten mag ich, weil…
sie (freiwillig) ihre Zeit investieren, um sich weiterzubilden und damit Interesse an gemeinsamen Themen in Form von Fragen und Diskussionen zeigen.


18. Meine Zukunft an der FH …
bleibt spannend und aufregend, weil ich immer neue Menschen mit Interesse am Digital Marketing kennenlernen darf.